18. Dezember: Der ganz normale Wohnsinn

Heute ist der letzte Freitag im barrierefrei·Adventskalender und deswegen möchte ich Dir erneut eine Empfehlung von Herzen mitgeben. WOHN:SINN ist ein Bündnis für inklusives Wohnen, bei dem ich Mitglied bin. Was der ganz normale Wohnsinn ist, erfährst Du heute hinter Türchen Nummer 18.


WOHN:SINN- Bündnis für inklusives Wohnen e.V.

Seit diesem Jahr bin ich auch Mitglied bei WOHN:SINN. Und weil sich dort nicht nur ganz wunderbare Menschen und Initiativen zusammengetan haben, sondern auch die Idee von inklusiven Wohnformen deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient, stelle ich Dir den Verein hier vor.

Wobei, eigentlich macht das der Verein selbst – besser könnte ich es ja gar nicht. Die folgenden Absätze sind daher von der Bündnis-Vorstellung auf der Website entnommen.

Warum der Name „WOHN:SINN“?

Von gemütlichen Abenden vor dem Fernseher bis hin zu hitzigen Diskussionen über den Abwasch: Inklusives Wohnen ist besonders und dennoch erleben wir tagtäglich den „ganz normalen Wahnsinn“ des Zusammenlebens. Gleichzeitig ermöglichen inklusive Wohngemeinschaften Menschen mit Unterstützungsbedarf ein selbstbestimmtes Leben, fernab von stationären Einrichtungen, unabhängig von ihren Eltern und in der Mitte unserer Gesellschaft. Ein Leben, wie es viele junge Leute führen. Sie erfüllen so den „ganz normalen Wohnsinn“.

Unsere Vision

Wir begreifen Wohnen als Menschenrecht. Das bedeutet für uns, dass alle Menschen die Möglichkeit haben sollten zu entscheiden, wo, wie und mit wem sie leben. Dieses Recht muss unabhängig von der finanziellen Lage, Behinderung, Lebensform oder sonstigen persönlichen Merkmalen gültig sein.

Unsere Mission

Wir wollen insbesondere die Wohnsituation von Menschen mit Behinderungen verbessern. Dieses Ziel verfolgt das Bündnis durch die Verbreitung von inklusiven Wohnformen.

Unter inklusiven Wohnformen verstehen wir Wohn- und Hausgemeinschaften…

  • in denen Menschen mit und ohne Behinderung freiwillig und gleichberechtigt miteinander leben und sich im Alltag auf Augenhöhe begegnen,
  • in denen das Recht aller Bewohner*innen auf selbstbestimmtes Leben geachtet wird,
  • in denen die Balance zwischen Individualität („Privatsphäre“) und gemeinschaftlichem Wohnen gewahrt ist,
  • in denen die notwendige Unterstützung von Bewohner*innen mit besonderem Unterstützungsbedarf nachhaltig gewährleistet ist,
  • die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eine Einbindung in den jeweiligen Sozialraum ermöglichen.

Was wir tun

Die Umsetzung der Ziele des Bündnisses wird angestrebt durch…

  • Vernetzung inklusiver Wohnformen, ihrer Bewohner*innen, Mitarbeiter*innen und Träger im deutschsprachigen Raum,
  • (Fach-) Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für die Idee des inklusiven Wohnens,
  • Unterstützung der Entstehung neuer inklusiver Wohnformen durch Information und Beratung,
  • Forschung zu inklusivem Wohnen.

Logo von WOHN:SINN. Eine orangefarbene Sprechblase, darin ein weißes Haus mit Augen und einem Lächeln.

Stöbere doch gern mal auf der Website des Vereins und schau Dir an, was wir so machen. Direkt dorthin kommst Du über wohnsinn.org