Warum ich ganz bewusst kein DIN-geprüfter Fachplaner Barrierefreies Bauen bin

In diesem Beitrag erfährst Du, was in meinen Augen für unsere Zusammenarbeit viel wichtiger als eine Zertifizierung ist. Zu dieser Erkenntnis bin ich durch eine Diskussion mit anderen Weiterbildungsteilnehmenden gekommen.


Von Beginn an war mir klar, dass die Grundlage meiner Arbeit nicht ausschließlich die eigene Erfahrung sein kann. Gerade im Bereich der Barrierefreiheit gibt es so unglaublich viel zu beachten, da jede Nutzenden-Gruppe andere Barrieren erlebt. Das Wissen über diese Vielzahl an Barrieren und die unterschiedlichen Erfahrungen damit kann ich nur über Gespräche mit Betroffenen erlangen – nicht indem ich über sie und ihre Bedürfnisse rede. Genau das ist aber bei meiner Weiterbildung passiert.

Es gibt einige Möglichkeiten, sich im Bereich des barrierefreien Bauens weiterzubilden. Um die zum Teil sehr unübersichtliche Normungs-Praxis zu verstehen und das Grundlagenwissen zu festigen, habe ich mich daher für eine Weiterbildung zum “Fachplaner Barrierefreies Bauen” bei der DIN-Akademie entschieden. Diese drei Tage drehten sich rund um die DIN 18040 und sämtliche Aspekte von Barrierefreiheit in der gebauten Umwelt.

Keine Kompromisse beim barrierefreien Bauen

In der Diskussion mit den anderen Teilnehmenden wurde für mich deutlich, dass mein Ansatz zum Thema Barrierefreiheit deutlich kompromissloser als bei anderen Beteiligten ist. Für mich stehen die Bedürfnisse der Nutzenden im Vordergrund – nicht die Interessen von Investierenden!

Mir ist sehr wohl bewusst, dass ein kompromissloses Vorgehen zur Durchsetzung barrierefreier Standards in der sogenannten freien Wirtschaft schwer umzusetzen ist. Hohe Renditen und die Ausreizung baulicher Möglichkeiten prägen das heutige Baugeschehen. Wo Kapital in Betongold verwandelt werden soll, wird auf die Bedürfnisse der Nutzenden wenig Rücksicht genommen. Auf Barrierefreiheit wird daher sooft es geht verzichtet.

Als Selbständiger habe ich mich entschieden, von solchen Projekten Abstand zu nehmen. Ich arbeite mit jenen zusammen, die wirklich von Barrierefreiheit profitieren: Menschen wie Dir, die zu Hause alt werden wollen, ohne auf Komfort und ein selbstbestimmtes Leben zu verzichten.

Und warum bin ich jetzt kein “DIN-geprüfter Fachplaner Barrierefreies Bauen”?

Dein eigenes Zuhause ist ein äußerst privater Bereich. Damit ich Dich dort unterstützen kann, braucht es vor allem eines: Vertrauen. Du lässt mich nur in Deine eigenen vier Wände, wenn Du mir vertraust.

Dieses Vertrauen gewinne ich nicht, indem ich eine Prüfung oder Zertifizierung durch die DIN vorweise, sondern indem wir ins Gespräch kommen. Nur wenn wir uns menschlich verstehen, kann ich Deine Bedürfnisse erkenne. Und dann kann ich Dein Zuhause zu einem Zuhause fürs Leben machen.

Lass uns ins Gespräch kommen:

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oder ruf mich direkt unter der +49 177 831 1393 an.